Edouard Manet wurde 1832 in Paris geboren und starb 1883 ebenso in Paris. Er war ein französischer Maler und gilt als einer der Wegbereiter der modernen Malerei.

Edouard Manet entstammte einer bürgerlichen Familie. Sein Vater, Auguste Manet, war Richter und leitete die Personalabteilung im Justizministerium. Seine Mutter Eugénie-Désirée Manet war die Tochter eines französischen Diplomaten. Seine Eltern verfügten über ererbten Grundbesitz in Gennevilliers, wo Manets Großvater Bürgermeister gewesen war.

Von 1838 bis 1844 besuchte Edouard Manet die Institutsschule in Vaugirard. Danach wechselte er ans anerkannte College Rollin, wo er 1848 seine schulische Ausbildung beendete. Dort lernte Edouard Manet den späteren Journalisten Antonin Proust kennen, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband.Edouard Manets Onkel Fournier erkannte das Malntalent des Schülers und bezahlte ihm Zeichenunterricht am College Rollin. Edouard Manet malte in diesen Jahren im Louvre erste Gemälde nach Alten Meistern an und zeichnete bei Ausflügen nach Vincennes auch in der freien Natur.

Nach Beendigung des College Rollin wollte Edouard Manet Marineoffizier werden. Seine Eltern unterstützten ihn hierbei. Bei der Aufnahmeprüfung zur Marineschule 1848 fiel Edouard Manet jedoch durch. Zur Vorbereitung auf eine neue Prüfung im nächsten Jahr schiffte sich Manet auf das Schulschiff Le Havre et Guadeloupe ein, mit dem er zu einer Reise nach Brasilien aufbrach, die 6 Monate dauerte. Während der Zeit an Bord des Schiffes malte Manet Karikaturen, die aber, ebenso wie jene aus der Schulzeit, nicht erhalten sind. Die Erfahrungen der Seereise führten Edouard Manet zu dem Entschluss, sich doch nicht nochmals der Prüfung der Marineschule zu stellen sondern Maler zu werden.

Aus Brasilien zurückgekehrt konnte Edouard Manet seinen Vater davon überzeugen, einer Ausbildung zum Maler zuzustimmen. Manet nahm Unterricht im Atelier von Thomas Couture, der mit seinem Gemälde Die Römer der Verfallszeit im Salon von 1847 einen triumphalen Erfolg gefeiert hatte. 1850 begann Edouard Manet seine Ausbildung dort, die vor allem in der Arbeit vor lebenden Modellen bestand. In seiner Malklasse befanden sich oft 25 bis 30 Schüler, nicht nur aus Frankreich, sondern auch aus dem Rest der Welt. Manet bewunderte erst die Fähigkeiten Coutures, der zweimal wöchentlich seine Schüler besuchte, um die Fortschritte zu sehen. Nach einiger Zeit begann Edouard Manet jedoch die Lehrmethoden Coutures zu kritisieren, was zu erheblichen und dauerhaften Konflikten führte. Edouard Manet besuchte daher auch noch nachmittags die Académie Suisse, um frei von Stress zu arbeiten. In die Zeit seiner Ausbildung unternahm Manet einige Studienreisen. Zum Beispiel reiste er mit Couture und seinen Schülern 1853 an die Küste der Normandie, um in der Natur zu malen. Im Herbst 1853 reiste Manet zusammen mit seinem Bruder Eugène nach Rom, Venedig und Florenz, wo er Tizians Venus von Urbino kopierte.

Die von ihm erhaltenen Bilder der ersten Jahre lassen noch keinen eigenen Stil des Malers erkennen. Er kopierte hauptsächlich Gemälde alter Meister. Zu den Freunden, die Edouard Manet in den späten 1850ern kennenlernte, gehörten Edgar Degas und Henri Fantin-Latour, der Manet später mehrere Male porträtierte. Auch mit dem Dichter Charles Baudelaire freundete sich Edouard Manet an.

1860 verließ Edouard Manet sein Zuhause und bezog zusammen mit der zwei Jahre älteren niederländischen Pianistin Suzanne Leenhoff und ihrem Sohn Léon die erste eigene Wohnung im Stadtteil Batignolles. Anders als die viele seiner späteren impressionistischen Malerfreunde, war Edouard Manet sein Leben lang ein überzeugter Stadtbewohner und verließ Paris nur selten, außer zu Studienaufenthalten ins Ausland oder in den Sommerferien. Edouard Manet lebte nicht so zurückgezogen in seinem Atelier, sondern spazierte täglich durch die Straßen von Paris und besuchte regelmäßig Restaurants und Varietés, in denen er mit progressiven Malern und Politikern zusammentraf.

Die spanische Malerei blieb für Edouard Manet bis zu seinem Spätwerk eine dauernde Inspirationsquelle. Vor Allem nahm Diego Velázquez eine zentrale Rolle ein, aber auch Motive von Francisco de Goya finden sich immer wieder als Vorbilder in Manets Werk.

Seit Ende der 1870er Jahre hatte Edouard Manet de Syphilis. 1883 wurde ihm daher das linke Bein amputiert. Edouard Manet starb 1883 in Paris.

Gemälde von Edouard Manet:

Edouard Manet Haus in Rueil
Edouard Manet: Haus in Rueil

Edouard Manet Am Strand
Edouard Manet: Am Strand

Edouard Manet Canale Grande
Edouard Manet: Canale Grande

Edouard Manet Stierkampf
Edouard Manet: Stierkampf

Edouard Manet Schwalben
Edouard Manet: Schwalben

Edouard Manet Musik im Tuileriengarten
Edouard Manet: Musik im Tuileriengarten

Edouard Manet Schlacht zwischen der »Kearsarge« und der »Alabama«
Edouard Manet: Schlacht zwischen der »Kearsarge« und der »Alabama«

Aulistung von Werken von Edouard Manet:

- Schiffsdeck
- Der Absinthtrinker
- Der spanische Sänger
- Musik im Tuileriengarten
- Junger Mann im Majo-Kostüm
- Das Frühstück im Grünen
- Olympia
- Der Stierkampf
- Toter Torero
- Seegefecht zwischen der Kearsage und der Alabama
- Pfeifer
- Der tragische Schauspieler
- Der Balkon
- Junge Dame mit Papagei
- Das Frühstück im Atelier
- Die Ruhepause
- Die Musikstunde
- Die Eisenbahn
- Das gute Bockbier
- Im Boot
- Maskenball in der Oper
- Die Wäsche
- Im Wintergarten
- Pertuiset als Löwenjäger
- Der Frühling